{"id":312,"date":"2015-09-07T13:20:03","date_gmt":"2015-09-07T11:20:03","guid":{"rendered":"http:\/\/tobi-kurz.de\/?page_id=312"},"modified":"2015-11-12T19:56:33","modified_gmt":"2015-11-12T18:56:33","slug":"die-magische-geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tobi-kurz.de\/index.php\/die-magische-geschichte","title":{"rendered":"Die magische Geschichte"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/?p=153\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-624 alignleft\" src=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-150x150.png\" alt=\"MagischeGeschichte01\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-150x150.png 150w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-300x300.png 300w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-1024x1024.png 1024w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-830x830.png 830w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-550x550.png 550w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-230x230.png 230w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01.png 1134w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/zefam.de\/Die_magische_Geschichte.pdf\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-714 alignnone\" src=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/download_pdf.png\" alt=\"download_pdf\" width=\"48\" height=\"48\" \/><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">Ich sa\u00df allein in einem Cafe und streckte mich gerade nach dem Zucker, um etwas davon in meinen Kaffee zu streuen. Drau\u00dfen herrschte ein unfreundliches Wetter. Eine Mischung aus Schnee und Regen fiel vom Himmel und der Wind heulte unheimlich um die Ecken. Jedes Mal, wenn sich die T\u00fcr \u00f6ffnete, wurde ein Schwall dieses unangenehmen Klimas bis in die \u00e4u\u00dferste Ecke des Raumes gesp\u00fclt. Der Schnee und der Wind erzeugten in mir ein Gef\u00fchl der Dankbarkeit, dass ich mich im Warmen aufhielt. W\u00e4hrend ich so vor mich hin tr\u00e4umte und an meinem Kaffee nippte, \u00f6ffnete sich die T\u00fcr, schloss sich wieder und Sturtevant stand im Raum. Sturtevant war eindeutig ein Verlierer und das, obwohl er ein K\u00fcnstler mit mehr als nur durchschnittlichem Talent war. Er folgte, warum auch immer, dem Trott der Tunichtgute, war pleite und allein in einer rauen Welt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Als ich zu ihm blickte, bemerkte ich angenehm \u00fcberrascht eine Ver\u00e4nderung in seiner Erscheinung. Er war nicht anders gekleidet, er trug denselben abgewetzten Mantel, indem er immer erschien und auch der alte braune Hut war derselbe.<\/p>\n<p>Und doch war da etwas Fremdes, etwas Neues in seiner Erscheinung.<\/p>\n<p align=\"justify\">Als er sich anschickte seinen Hut von der Last des Schnees zu befreien, den der heulende Wind darauf geworfen hatte, war da etwas Neues in seiner Gestik.\u00a0 Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich Sturtevant eingeladen h\u00e4tte mit mir zu dinieren, aber ohne es wirklich zu wollen, winkte ich ihn zu mir her\u00fcber. Er nickte freundlich und setzte sich mir gegen\u00fcber. Ich fragte ihn, was er haben m\u00f6chte. Er \u00fcberflog die Karte uninteressiert und lud mich ein, mit ihm ein oder zwei Kaffee zu trinken.<\/p>\n<p align=\"justify\">Ich beobachtete ihn mit gro\u00dfen Augen, aber da ich ihn eingeladen hatte, ging ich davon aus, dass ich zahlen w\u00fcrde, obwohl ich mir nicht sicher war, ob ich genug Geld haben w\u00fcrde, um die Rechnung dann auch zu zahlen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Gleichzeitig bemerkte ich mit st\u00e4rker werdender Ungl\u00e4ubigkeit den Glanz in seinen ansonsten tr\u00fcben Augen und den gesunden, hoffnungsvollen Ausdruck in seinem Gesicht. \u201eHast du einen reichen Onkel verloren?\u201c, fragte ich. \u201cNein\u201c, antwortete er ruhig, \u201eaber ich habe meinen Gl\u00fccksbringer gefunden\u201c. \u201cHasenpfote oder Gl\u00fcckspfennig?\u201c wollte ich wissen.<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eCurrier\u201c, erwiderte er langsam, und hielt inne \u201eich sehe, dass ich Sie \u00fcberrascht habe. Das ist nicht verwunderlich, da ich mich selbst ebenfalls erstaune. Ich bin ein neuer Mensch, ein anderer Mann und diese Ver\u00e4nderung hat in den letzten paar Stunden stattgefunden. Sie haben mich oft diesen Ort betreten sehen, pleite wie meist und wandten sich ab, so dass ich denke w\u00fcrde, Sie h\u00e4tten mich nicht gesehen. Ich wei\u00df, warum Sie das taten. Es war nicht, weil Sie mich nicht zum Essen einladen wollten, sondern, weil Sie auch nicht die Mittel hatten, mir einen auszugeben. Ist das Ihre Rechnung? Lassen Sie mich sehen. Ich habe kein Geld bei mir heute Nacht, aber ich, nun ja, dass geht auf mich.\u201c<\/p>\n<p align=\"justify\">Er rief den Ober zu sich, unterzeichnete auf der Rechnung mit einem unnachahmlichen K\u00fcrzel und \u00fcberreichte sie dem Ober. Nach einem Moment der Ruhe, blickte er tief in meine Augen und l\u00e4chelte bei dem Anblick den meine verwunderte Gestalt machen musste.<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eKennen Sie einen Zeichner, der mehr Talent hat, als ich?\u201c fragte er freundlich. \u201cNein.\u201c \u201eKennen Sie ein Ziel im Bereich meiner Arbeit, dass ich nicht erreichen k\u00f6nnte, wenn ich es wirklich wollte?\u201c \u201eNein.\u201c \u201eSie sind seit \u2013 wie lange? \u2013 sieben oder acht Jahren als Reporter f\u00fcr die Tageszeitungen t\u00e4tig, erinnern Sie sich an einen Tag an dem ich hier Kredit hatte, bis heute Abend?\u201c<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eNein.\u201c \u201eWurde ich heute abgewiesen? Sie haben es selbst gesehen. Morgen beginnt meine neue Karriere. Innerhalb eines Monats werde ich ein Bankkonto haben. Warum? WEIL ICH DAS GEHEIMNIS DES ERFOLGES ENTDECKT HABE.\u201c<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eJa\u201c, fuhr er fort, als ich ihn sprachlos anstarrte. \u201eMein Gl\u00fcck ist gemacht. Ich habe eine seltsame Geschichte gelesen, und seitdem ich sie gelesen habe, wei\u00df ich, dass mein Gl\u00fcck gemacht ist. Sie wird auch ihr Gl\u00fcck machen. Alles, was Sie tun m\u00fcssen, ist sie zu lesen. Sie k\u00f6nnen sich nicht ann\u00e4hernd ausmalen, was dass in Ihnen bewirkt. Nichts ist unm\u00f6glich, nachdem Sie die Geschichte gelesen haben. Es macht alles so einfach, wie das ABC.<\/p>\n<p>In dem Moment, indem Sie ihren Sinn verstehen, ist Ihnen der Erfolg sicher.<\/p>\n<p align=\"justify\">Heute fr\u00fch noch war ich ein hoffnungsloses, zielloses St\u00fcck Nichts im st\u00e4dtischen Abfall; jetzt w\u00fcrde ich mit keinem Million\u00e4r der Welt tauschen. Dass klingt n\u00e4rrisch, aber es ist wahr. Der Million\u00e4r hat all seinen Enthusiasmus verloren, ich dagegen bin voll davon.\u201c<\/p>\n<p>\u201eSie erstaunen mich\u201c, entgegnete ich und fragte mich, ob er zu viel Absinth getrunken hatte.<\/p>\n<p>\u201eWollen Sie mir die Geschichte nicht erz\u00e4hlen? Ich w\u00fcrde sie gerne h\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/?p=153\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-624 alignright\" src=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-150x150.png\" alt=\"MagischeGeschichte01\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-150x150.png 150w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-300x300.png 300w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-1024x1024.png 1024w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-830x830.png 830w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-550x550.png 550w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-230x230.png 230w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01.png 1134w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\u201eSicher. Ich werde die Geschichte der ganzen Welt erz\u00e4hlen. Es ist wirklich erstaunlich, dass diese Geschichte vor so langer Zeit geschrieben und abgedruckt wurde und bis jetzt keine Seele ihre Bedeutung erkannt hat. Heute fr\u00fch hungerte ich noch. Ich hatte nirgendwo Kredit, noch einen Platz um etwas Essbares aufzutreiben. Ich dachte ernsthaft dar\u00fcber nach, meinem Leben ein Ende zu setzen. Ich ging zu drei Zeitungen, f\u00fcr die ich schon gearbeitet hatte und alle gaben mir die Arbeiten zur\u00fcck, die ich zur Ansicht dagelassen hatte. Ich musste mich schnell entscheiden zwischen einem humanen Tod durch meine eigene Hand oder einem langsamen Tod durch verhungern.<\/p>\n<p align=\"justify\">Dann fand ich die Geschichte und las sie. Man kann sich die Ver\u00e4nderung nur schwer vorstellen. Pl\u00f6tzlich, mein lieber Freund, pl\u00f6tzlich ver\u00e4nderte sich alles \u2013 und nun sitzen wir hier.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd wie geht die Geschichte Sturtevant?\u201c<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eWarte, lassen Sie mich weiter erz\u00e4hlen. Ich nahm dieselben Zeichnungen und brachte sie zu einem Editor \u2013 und er akzeptierte alle vom Stand weg.\u201c \u201eK\u00f6nnte diese Geschichte f\u00fcr andere tun, was sie f\u00fcr dich getan hat? Ich meine, k\u00f6nnte sie das Gleiche f\u00fcr mich erreichen?\u201c wollte ich wissen. \u201cIhnen helfen? Warum nicht? H\u00f6ren Sie zu und ich werde sie Ihnen erz\u00e4hlen, obwohl, eigentlich sollten Sie sie lesen. Ich werde mein Bestes tun, um sie so getreu wie m\u00f6glich wiederzugeben. Also\u2026 In diesem Moment unterbrach uns der Ober. Er informierte Sturtevant, dass er am Telefon verlangt wurde und mit einem Wort der Entschuldigung verlie\u00df er den Tisch. Einige Minuten sp\u00e4ter sah ich ihn schnellen Schrittes aus dem Cafe in die dunkle und eisige Nacht eilen. Ich versuchte mich daran zu erinnern, wann Sturtevant in der Vergangenheit jemals am Telefon verlangt wurde. Dieser Umstand alleine war genug Beweis f\u00fcr die Ver\u00e4nderung der Umst\u00e4nde.<\/p>\n<p align=\"justify\">Eines Nachts traf ich Avery auf der Stra\u00dfe, einen fr\u00fcheren Kollegen, dann Reporter bei einem der Abendbl\u00e4tter. Es war so ungef\u00e4hr einen Monat nach meinem erinnerungsw\u00fcrdigen Treffen mit Sturtevant, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon fast vergessen hatte.<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eHallo, alter Kumpel\u201c, begr\u00fc\u00dfte er mich. \u201cWie ist die Welt zu dir? Noch auf der Suche?\u201c \u201eJA\u201c, antwortete ich etwas bitterlich. \u201eEin paar potentielle Kunden kommen bald in die Stadt. Und was ist mit Dir? Du siehst aus, als ob die Dinge in Deine Richtung laufen. Erz\u00e4hl mir davon.\u201c\u201eDie Dinge laufen in der Tat wirklich gut und die Hintergr\u00fcnde sind wirklich bemerkenswert. Du kennst doch Sturtevant, oder? Im Grunde genommen ist es sein Verdienst. Ich war ziemlich am Boden, brachte alles, was ich noch so hatte ins Pfandhaus und war auf der Suche nach jemandem, der mir meine Miete borgen k\u00f6nnte. Dann traf ich Sturtevant. Er erz\u00e4hlte mir eine Geschichte und in der Tat, diese Geschichte ist die Bemerkenswerteste, die ich je geh\u00f6rt habe. Sie hat einen neuen Mann aus mir gemacht. Innerhalb von 24 Stunden stand ich wieder fest auf dem Boden und habe seitdem keine wirklichen Probleme mehr.\u201c<\/p>\n<p align=\"justify\">Averys ruhige und selbstsichere Worte erinnerten mich an meine Unterredung mit Sturtevant in dieser st\u00fcrmischen Nacht vor einem Monat. \u201cDas muss eine bedeutende Geschichte sein\u201c, sagte ich ungl\u00e4ubig. \u201cSturtevant hat sie mir gegen\u00fcber erw\u00e4hnt. Ich habe Ihn seitdem nicht gesehen. Wo ist er momentan?\u201c Er zeichnete Kriegsbilder in Cuba, f\u00fcr zweihundert die Woche. Er ist gerade zur\u00fcckgekommen. Es ist wahr, dass jeder, der die Geschichte bisher geh\u00f6rt hat, positive Ver\u00e4nderungen in seinem Leben bewirket hat. Zum Beispiel Cosgrove und Phillips, Freunde von mir, Du kennst sie wahrscheinlich nicht. Einer ist ein Immobilienmakler, der andere ein Bankangestellter. Sturtevant hat ihnen die Geschichte erz\u00e4hlt und sie erzielten die gleichen Ergebnisse wie ich und sie sind nicht die Einzigen.\u201c \u201eKennst du die Geschichte? Kannst Du den Effekt bei mir probieren?\u201c<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/?p=153\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-624 alignleft\" src=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-150x150.png\" alt=\"MagischeGeschichte01\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-150x150.png 150w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-300x300.png 300w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-1024x1024.png 1024w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-830x830.png 830w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-550x550.png 550w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-230x230.png 230w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01.png 1134w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\u201eNat\u00fcrlich, mit dem gr\u00f6\u00dften Vergn\u00fcgen. Am liebsten w\u00e4re mir, man w\u00fcrde sie in fetten schwarzen Lettern drucken und an jeder Haltestelle in New York aush\u00e4ngen. Das w\u00fcrde sicherlich viel Gutes bewirken und dabei ist es so einfach, wie das ABC, wie das Leben auf einer Farm.\u201c Er sah mir \u00fcber die Schulter und reckte seine Hand, um jemand zu gr\u00fc\u00dfen. \u201eEntschuldige mich eine Minute. Da dr\u00fcben ist Danforth. Ich bin gleich wieder da alter Freund.\u201c Und so verschwand er.<\/p>\n<p align=\"justify\">Um die Wahrheit vollends zu schildern: Ich war hungrig. In meiner Tasche befanden sich exakt 5 Cent, gerade genug, um meine Fahrt nach Uptown zu zahlen, aber nicht genug, um mir auch noch den Bauch zu f\u00fcllen. Es gab da noch den \u201eNight Owl\u201c, einen alten Wagon indem ein Restaurant betrieben wurde, dass einen nachts mit Speis und Trank versorgte, dort ging ich hin. Ich traf ein, als der Inhaber den Wagon verlassen wollte. Ich gestand ihm ohne weitere Umschweife kleinlaut: \u201cIch bin wieder mal pleite, Sie werden mir einmal mehr vertrauen m\u00fcssen. Ein paar Eier mit Speck werden ausreichen\u201c. Er h\u00fcstelte, hielt einen Moment inne und ging in den Wagon zur\u00fcck. \u201cMr.Currier ist gut f\u00fcr alles, was er bestellt.\u201c, sagte er zu dem Mann hinter der Theke. \u201cEin alter Kunde von mir. Das ist Mr.Byrant, Mr.Currier. Er wird sich gut um Sie k\u00fcmmern und f\u00fcr Sie da sein, ebenso, wie ich es getan habe. Ich habe verkauft. Ich habe gerade alles an Mr.Byrant \u00fcbergeben.<\/p>\n<p align=\"justify\">Sagen Sie, ist Sturtevant nicht ein Freund von Ihnen? Er kam hier vor ein paar Wochen vorbei und hat mir die wundervollste Geschichte erz\u00e4hlt, die ich je geh\u00f6rt habe. Ich habe mir gerade ein Restaurant in der Eight Avenue gekauft in der N\u00e4he der 23. Stra\u00dfe. Schauen Sie mal vorbei.\u201c Bevor ich etwas entgegnen konnte, sprang er aus dem Wagen. So a\u00df ich nachdenklich meine Eier und beschloss, dass ich die Geschichte h\u00f6ren werde, bevor ich zu Bett gehe. Eigentlich bewegte mich ein Misstrauen der Geschichte gegen\u00fcber und deshalb wollte ich sie h\u00f6ren. Wenn die Geschichte so viele Leben zum Positiven ver\u00e4ndert hat, dann w\u00e4re es sicherlich m\u00f6glich, auch im meinem Leben einiges zu ver\u00e4ndern. Die Geschichte verfolgte mich, es schien kein Entkommen zu geben.<\/p>\n<p align=\"justify\">W\u00e4hrend ich nach Hause schlenderte und mit den 5 Cent in meiner Tasche rumspielte, \u00fcberkam mich pl\u00f6tzlich das Gef\u00fchl, als ob das Schicksal mir \u00fcber die Schulter schaut. Als ob es hinter mir herging. Unauff\u00e4llig, nicht aufdringlich. Mir wurde bewusst, dass mich die Gedanken an die Geschichte nicht mehr loslie\u00dfen. Ich bl\u00e4tterte in meinem Adressbuch, um die Adresse von Sturtevant herauszubekommen, aber ich hatte sie wohl nie aufgeschrieben. Dann blieb nur noch das Caf\u00e9. Obwohl es sp\u00e4t war, bestand durchaus eine Chance, dass er sich dort aufhalten w\u00fcrde. Und tats\u00e4chlich, er war da. In einer Ecke des Raumes sa\u00df er, umringt von einer Gruppe M\u00e4nnern. Er entdeckte mich und lud mich ein, mich der Gruppe anzuschlie\u00dfen. Es gab aber offensichtlich keine M\u00f6glichkeit mir die Geschichte zu erz\u00e4hlen. Ein halbes Dutzend Personen sa\u00dfen um den Tisch und ich war am weitesten von Sturtevant entfernt.<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/?p=153\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-624 alignright\" src=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-150x150.png\" alt=\"MagischeGeschichte01\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-150x150.png 150w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-300x300.png 300w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-1024x1024.png 1024w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-830x830.png 830w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-550x550.png 550w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-230x230.png 230w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01.png 1134w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Aber ich w\u00fcrde ihn im Auge behalten und wenn er sich anschicken w\u00fcrde das Caf\u00e9 zu verlassen, w\u00fcrde ich ihm folgen. Als ich zur Runde stie\u00df, wurde es ruhiger. Alle schienen nachzudenken und alle Aufmerksamkeit war auf Sturtevant gerichtet. Der Grund war offensichtlich: Er hatte die Geschichte erz\u00e4hlt. Ich kam nur ein paar Minuten zu sp\u00e4t, um sie zu h\u00f6ren. Neben mir sa\u00df ein Anwalt ihm gegen\u00fcber ein Arzt. Die anderen Personen waren K\u00fcnstler und Zeitungsleute. \u201eZu schade\u201c, bemerkte der Doktor, \u201edass Sie nicht einen Augenblick fr\u00fcher gekommen sind. Sturtevant hat uns gerade eine Geschichte erz\u00e4hlt. Eine ziemlich beeindruckende Geschichte. Was halten Sie davon Sturtevant, die Geschichte f\u00fcr Mr.Currier noch mal zu erz\u00e4hlen?\u201c \u201eWarum nicht. Ich denke Mr.Currier hat sie bisher noch nicht geh\u00f6rt, obwohl er in der Tat der erste war, dem ich davon erz\u00e4hlt habe. Das war hier im Caf\u00e9. Erinnern Sie sich an diese unwirkliche Nacht, Mr.Currier? Wurde ich nicht ans Telefon gerufen oder so \u00e4hnlich? Ja richtig, jetzt erinnere ich mich. Wir wurden unterbrochen, gerade, als ich beginnen wollte die Geschichte zu erz\u00e4hlen. Danach habe ich sie drei oder vier Bekannten erz\u00e4hlt. Und es hat sie motiviert, genau wie mich. Es erscheint unglaublich, dass eine so kleine Geschichte einen gro\u00dfen Effekt auf Personen mit den verschiedensten Besch\u00e4ftigungen haben kann, aber das ist es, was geschehen ist.<\/p>\n<p align=\"justify\">Es scheint, als ob es eine Art Wundermixtur ist, wie ein Hustensaft, der garantiert jedes Wehwehchen heilt, von einer Erk\u00e4ltung im Kopf bis zum Alkoholismus. Parson zum Beispiel. Er ist Broker und war \u00fcber einen Monat auf der falschen Seite des Marktes. Seine Kraft lie\u00df nach und er war kurz davon alles zu verlieren. Ich traf ihn, als es wirklich nicht gut um ihn und ich erz\u00e4hlte ihm die Geschichte.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Geschichte hatte den gleichen Effekt auf ihn, wie auf alle anderen, denen ich sie erz\u00e4hlt habe. Ich denke wir alle stimmen dar\u00fcber \u00fcberein, dass es nicht die Geschichte selbst ist, die diese operative Ver\u00e4nderung im Geist bewirkt, sondern auch die Art und Weise, wie sie erz\u00e4hlt wird \u2013 gedruckt meine ich. Der Autor hat irgendwie einen psychologischen Effekt erzeugt, der unbeschreiblich ist. Der Leser ist hypnotisiert. Es ist wie ein mentales und moralisches St\u00e4rkungsmittel. Vielleicht k\u00f6nnen Sie uns Herr Doktor, eine wissenschaftliche Erkl\u00e4rung daf\u00fcr geben, was den Einfluss der Geschichte ausmacht. Ist die Geschichte eine Art Elixier, zusammengebraut aus Worten?\u201c Nun begannen alle dar\u00fcber zu philosophieren, wie der Effekt der Geschichte erreicht wird. Der Effekt einer Geschichte, die als einziger am Tisch noch nicht geh\u00f6rt hatte. Nach einiger Zeit kochte die Ungeduld in mir hoch. Ich stand auf, ging zu Sturtevant her\u00fcber und griff ihn am Arm. Ich zog ihn hoch, einen Schritt beiseite und schaffte es, ihn f\u00fcr einen Augenblick f\u00fcr mich zu haben. \u201eSturtevant, wenn Sie ein wenig \u00fcbrig haben f\u00fcr einen alten Freund, der langsam aber sicher verr\u00fcckt wird wegen einer Geschichte, die er anscheinend niemals h\u00f6ren soll, erz\u00e4hlen Sie mir die Geschichte bitte hier und jetzt. \u201cSturtevant starrte mich \u00fcberrascht an. \u201eIn Ordnung\u201c, sagte er. \u201cDie anderen werden uns f\u00fcr einen Moment entschuldigen, denke ich. Kommen Sie, wir setzen uns hier dr\u00fcben hin.\u201c<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eIch fand die Geschichte in einem alten abgewetzten Buch, dass ich f\u00fcr 3 Cent in der Ann Street gekauft habe. Ich habe keine Ahnung, wer sie geschrieben hat oder wo sie zuerst erschien. Als ich die Geschichte entdeckte, begann ich die ersten paar S\u00e4tze zu \u00fcberfliegen und ich war sofort gefesselt. Bevor ich das Buch zuschlug, hatte ich sie mehrfach gelesen. Ich kann sie fast auswendig. Die Geschichte hat mich auf eine seltsame Weise ber\u00fchrt. So, als ob ich mit einer gro\u00dfen Pers\u00f6nlichkeit in Ber\u00fchrung gekommen bin.<\/p>\n<p align=\"justify\">Es scheint ein pers\u00f6nliches Element in der Geschichte zu geben, dass auf jeden zutrifft, der sie liest. Nun, nachdem ich sie mehrfach gelesen habe, begann ich nachzudenken. Ich konnte nicht sitzen bleiben und so nahm ich meine Mantel und meinen Hut und verlie\u00df das Haus. Ich bin wahrscheinlich mehrere Meilen gelaufen ohne zu realisieren, dass ich noch derselbe Mann war, der vor kurzen die Mutlosigkeit schlechthin war. Das war der Tag an dem ich Sie hier traf, erinnern Sie sich?\u201c In diesem Moment wurden wir von einem uniformierten Boten unterbrochen, der Sturtevant ein Telegramm aush\u00e4ndigte. Das Telegramm war von einem Auftraggeber, der ihn umgehend im B\u00fcro treffen wollte. Da der Bote schon eine Weile auf der Suche nach Sturtevant war, gab es keinen Ausweg, Sturtevant musste weg. \u201eZu schade\u201c, sagte Sturtevant und hob seine Hand zum Abschied. \u201cIch sag Ihnen was wir machen. Ich werde nicht l\u00e4nger als ein oder zwei Stunden weg sein. Nehmen Sie meinen Schl\u00fcssel und warten Sie in meinem Zimmer. In der Kommode am Fenster finden Sie ein altes unscheinbares B\u00fcchlein, gebunden in rohem Leder. Ich bin mir sicher, der Autor der magischen Geschichte hat es selbst gebunden. Warten Sie auf meinem Zimmer, bis ich komme.\u201c<\/p>\n<p align=\"justify\">Ich fand das Buch ohne Probleme. Es war gebunden in rohem Leder, die Bl\u00e4tter gehalten mit Lederriemen. Das Papier war eine br\u00fcchige Mischung aus Velinpapier und anscheinend selbstgemachten Pergament.<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/?p=153\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-624 alignleft\" src=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-150x150.png\" alt=\"MagischeGeschichte01\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-150x150.png 150w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-300x300.png 300w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-1024x1024.png 1024w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-830x830.png 830w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-550x550.png 550w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-230x230.png 230w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01.png 1134w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>In alledem, was ich von meinen Erfahrungen \u00fcber und mit dem einen gro\u00dfen Geheimnis des Erfolges in allen weltlichen Unternehmungen gelernt habe, scheint es mir weise, jetzt, wo die Zahl meiner Tage nahezu gez\u00e4hlt ist, den Generationen, die mir folgen werden, das Wissen zu geben, dass ich besitze. Ich entschuldige mich nicht f\u00fcr den Mangel an Ausdruck, noch den Mangel an literarischen F\u00e4higkeiten. Dinge, weit schwerer als dieser Stift, waren mein Teil und mehr als das, das Gewicht der Jahre l\u00e4hmte Teile meiner Hand und auch meines Geistes. Nichts desto trotz, kann ich die Fakten schildern und das, was ich als Fruchtfleisch in der Schale erachte. Welch Unterschied macht es, wie die Schale gebrochen wird, solang man das Fleisch erreicht und es sinnvoll gebraucht? Ich zweifle nicht, dass ich in meiner Erz\u00e4hlung Ausdrucksweisen benutzen werde, die seit meiner Kindheit in meinen Ohren klingen. Wenn ein Mensch die Zahl meiner Jahre erreicht, ist die Wahrnehmung der Geschehnisse der Jugend klarer, als die Geschehnisse der heutigen Zeit. Auch macht es keinen Unterschied, wie ein Gedanke ausgedr\u00fcckt wird, wenn er gesund und hilfreich ist und verstanden werden kann.<\/p>\n<p align=\"justify\">Viel habe ich meinen Geist mit der Frage besch\u00e4ftigt, wie das Rezept f\u00fcr Erfolg, das ich entdeckt habe, am besten zu beschreiben sei und es scheint ratsam, es so wiederzugeben, wie es zu mir kam. Das hei\u00dft, ich werde zu der Geschichte meines Lebens ankn\u00fcpfen, die Richtungen um die Substanz zusammenzutragen und die W\u00fcrze des Erreichten wird so wiedergegeben, wie es geschah.<\/p>\n<p align=\"justify\">M\u00f6ge es so sein und m\u00f6gen Menschen geboren werden, Generationen nachdem ich Staub bin, die mir dankbar sein werden, f\u00fcr die Worte, die ich schreiben werde.<\/p>\n<p align=\"justify\">Mein Vater war ein Seemann, der fr\u00fch im Leben seine Berufung aufgab und auf einer Plantage in Virginia siedelte, wo ich einige Jahre sp\u00e4ter geboren wurde, was stattfand im Jahre 1642 und das ist nun mehr als EINHUNDERT Jahre her. Besser f\u00fcr meinen Vater w\u00e4re es gewesen, h\u00e4tte er auf den weisen Rat meiner Mutter geh\u00f6rt, seinen Weg weiter zu gehen, aber er wollte es nicht und sein gutes Schiff wurde eingetauscht f\u00fcr das Land von dem ich sprach.<\/p>\n<p><strong>Hier beginnt die erste Lektion:<\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>DER MENSCH SOLLTE NICHT BLIND WERDEN WEGEN WELCHES VORTEILES, DER IN EINER M\u00d6GLICHKEIT LIEGEN MAG, DIE SICH IHM BIETET, SONDERN SICH DARAN ERINNERN, DASS TAUSEND VERSPRECHEN F\u00dcR DIE ZUKUNFT NICHTS WIEGEN GEGEN DEN BESITZ EINES EINZIGEN ST\u00dcCKES SILBER.<\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Als ich das zehnte Lebensjahr erreichte, verlie\u00df uns die Seele meiner Mutter und zwei Jahre sp\u00e4ter folgte mein Vater ihr. Ich, der einzige Nachkomme, war allein. Aber, es gab Freunde, die sich f\u00fcr eine Zeit k\u00fcmmerten. Das hei\u00dft, sie gaben mir ein Heim unter ihrem Dach \u2013 einen Vorteil, den ich f\u00fcr den Zeitraum von 5 Monaten annahm. Vom Besitz meines Vaters kam nichts zu mir, aber, mit dem Wissen, das mit h\u00f6herem Alter kommt, wurde mir gewahr, dass sein Freund, unter dessen Dach ich eine Weile lebte, ihn betrogen hat und somit mich. \u00dcber die Zeit vom Alter zwischen 12 \u00bd Jahren und bis ich 23 Jahre alt war, werde ich nichts berichten, weil es f\u00fcr die Lektionen nicht von Belang ist. Aber einige Zeit danach, im Besitz von sechzehn Guinies, Zehn, welche ich durch die Furcht meiner Arbeit zusammengetragen hatte, nahm ich ein Schiff nach Boston, wo ich begann als Fassbinder zu arbeiten, danach als Schiffszimmermann, aber nur nachdem die Schiffe angelegt hatten, weil es mir nicht nach der See verlangte.<\/p>\n<p align=\"justify\">Das Schicksal wird manchmal einem potentiellen Opfer zul\u00e4cheln, nur aus purer Perversion. Das war eine meiner Erfahrungen. Ich wurde wohlhabender und mit 27 Jahren besa\u00df ich den Yard, f\u00fcr den ich vor vier Jahren noch gearbeitet hatte.<\/p>\n<p>Das Gl\u00fcck aber, ist ein Gut, dass gezwungen werden muss, es wird einen nicht verw\u00f6hnen.<\/p>\n<p><strong>Und hier beginnt die zweite Lektion:<\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>DAS GL\u00dcCK IST IMMER TR\u00dcGERISCH UND KANN NUR ZUR\u00dcCKEROBERT WERDEN MIT ZWANG.GEHE Z\u00c4RTLICH MIT IHM UM UND ES WIRD DICH VERLASSEN.<\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Zu dieser Zeit, stattete mir das Schicksal (welches Vorbote eines gebrochenen Geistes und verlorener Entschlusskraft ist) einen Besuch ab. Ein Feuer zerst\u00f6rte mein Yard und lie\u00df mich mit nichts als Schulden, die ich nicht andienen konnte, in einem Haufen schwarzer Tr\u00fcmmer zur\u00fcck. Ich redete mit meinen Bekannten, suchte nach Hilfe f\u00fcr einen neuen Anfang, aber das Feuer schien mir nicht nur meinen M\u00f6glichkeiten, sondern auch Sympathien verschlungen zu haben. So geschah es in einer kurzen Zeit, dass ich nicht nur alles verloren hatte, sondern ich auch hoffnungslos bei anderen verschuldet war. Und daf\u00fcr warf man mich ins Gef\u00e4ngnis. Eventuell h\u00e4tte ich mich von allen Schl\u00e4gen erholen k\u00f6nnen, aber dieser letzte zerbrach meinen Willen und machte mich \u00e4u\u00dferst mutlos. Nach mehr als einem Jahr wurde ich entlassen, aber ich war nicht derselbe hoffnungslose, motivierte Mann, in Harmonie mit sich und mit Vertrauen f\u00fcr die Welt und deren Menschen. Das Leben hat viele Scheidewege und mit Abstand, f\u00fchren die meisten abw\u00e4rts.<\/p>\n<p align=\"justify\">Einige sehr abrupt, andere nur etwas absch\u00fcssig, aber letztendlich wie auch immer der Winkel sein mag, f\u00fchren alle zu demselben Ziel: Misserfolg.<\/p>\n<p><strong>Und hier beginnt die dritte Lektion:<\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>MISSERFOLG EXISTIERT NUR IM GRAB. DER MENSCH, SOLANGE ER LEBENDIG IST, HAT NOCH NICHT VERSAGT. ZU JEDER ZEIT M\u00d6GE ER UMKEHREN UND DEN WEG, DEN ER HINABSTIEG, WIEDER AUFSTEIGEN UND ER MAG AUCH EINEN GEHEN, DER WENIGER STEIL IST (ABER L\u00c4NGER) UND BESSER GEEIGNET F\u00dcR SEINEN ZUSTAND.<\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/?p=153\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-624 alignright\" src=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-150x150.png\" alt=\"MagischeGeschichte01\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-150x150.png 150w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-300x300.png 300w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-1024x1024.png 1024w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-830x830.png 830w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-550x550.png 550w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-230x230.png 230w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01.png 1134w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Als ich aus dem Gef\u00e4ngnis kam, war ich mittellos. In all der Welt besa\u00df ich nichts, au\u00dfer die erb\u00e4rmlichen Fetzen, die mich bedeckten und einen Spazierstock, den man mir gestattete zu behalten, weil er wertlos war. Da ich immer noch ein erfahrener Arbeiter war, fand ich schnell Arbeit zu einem guten Lohn. Aber, da ich gegessen hatte von der Frucht des weltlichen Vorteils, \u00fcbermannte mich eine tiefe Unzufriedenheit. Ich wurde m\u00fcrrisch und launisch. Um mich bei Laune zu halten und um die Verluste zu vergessen, die ich erlitten hatte, ging ich abends in die Taverne. Nicht, dass ich zu viel Schnaps trank, au\u00dfer bei Gelegenheiten, sondern um zu lachen und zu singen mit meinen Tu-nicht-guten Freunden.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Und hier beginnt die vierte Lektion:<\/strong><\/p>\n<p><strong>SUCHE DIR FREUNDE UNTER DEN REDLICHEN WEIL DIE, DIE FAUL SIND, DIR DEINE ENERGIEN RAUBEN WERDEN.<\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Zu dieser Zeit war es mir eine Freude, auf eine kleine Provokation hin von meinen Verlusten zu berichten und schlecht \u00fcber die zu reden, die mir vermeintlich Schlechtes angetan haben und mir nicht halfen. Aber ich fand auch kindische Freude darin, meinen Arbeitgeber zu bestehlen, jeden Tag ein paar Momente f\u00fcr die er mich bezahlte. Solches tun ist weniger ehrlich als direkter Diebstahl. Diese Angewohnheit blieb mir treu und wuchs bis ich mich eines Tages nicht nur ohne Arbeit, sondern auch ohne Charakter wieder fand, was bedeutet, dass ich nicht darauf hoffen konnte irgendwo in Boston Arbeit zu finden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Es war zu dieser Zeit, als ich mich selbst als Versager sah. Ich kann meine Situation zu dieser Zeit durch nichts anderes besser beschreiben, als durch das Bild eines Mannes, der beim Abstieg eines steilen Berges den Halt verloren hat. Je weiter er rutscht, desto schneller wird er. Ich habe geh\u00f6rt, dass dieser Zustand mit dem Wort Ishmaelite beschrieben wird, was, wie ich es verstanden habe, einen Mensch beschreibt, dessen Hand sich gegen jeden erhebt und der denkt, dass alle Menschen gegen ihn sind.<\/p>\n<p><strong>Und hier beginnt die f\u00fcnfte Lektion:<\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>DER ISHMAELITE UND DER LEPRAKRANKE SIND GLEICH, WEIL DER MENSCH IHREN ANBLICK VERABSCHEUT, ABER, BEIDE SIND SEHR VERSCHIEDEN, DA DER ERSTERE SICH WIEDER ZU VOLLER GESUNDHEIT ERHOLEN KANN. DER ERSTE IST DAS ERGEBNIS EINER VORSTELLUNG, DER LETZTERE ABER HAT GIFT IN SEINEM BLUT.<\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Ich werde nicht l\u00e4nger eingehen auf die Degeneration meiner Energien. Es soll reichen auszuf\u00fchren, dass der Tag kam, an dem ich nichts mehr besa\u00df, wof\u00fcr ich mit h\u00e4tte etwas zu essen kaufen oder ein Dach \u00fcber dem Kopf h\u00e4tte bezahlen k\u00f6nnen und ich selbst als vollkommen mittellos war.<\/p>\n<p align=\"justify\">Manchmal mit etwas Sicherheit, wenn es mir m\u00f6glich waren ein paar Pence oder Mayhap oder Schilling zu verdienen. Kontinuierliches Einkommen konnte ich nicht sicherstellen und so wurde mein K\u00f6rper ausgezehrt und mein Geist war nur noch ein Skelett. Mein Zustand war sehr betr\u00fcblich. Nicht so sehr der k\u00f6rperliche, als viel mehr der im Geiste, der todeskrank war. In meiner Vorstellung sah ich mich selbst als von der ganzen Welt ge\u00e4chtet, in der Tat, ich war tief gesunken.<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/?p=153\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-624 alignleft\" src=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-150x150.png\" alt=\"MagischeGeschichte01\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-150x150.png 150w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-300x300.png 300w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-1024x1024.png 1024w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-830x830.png 830w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-550x550.png 550w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-230x230.png 230w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01.png 1134w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Und hier beginnt die sechste und letzte Lektion, die es zu lernen gilt (aber sie kann nicht in einem Satz oder einem Absatz erz\u00e4hlt werden und so fahre ich fort meine Geschichte zu erz\u00e4hlen): Ich erinnere mich, wie ich erwachte, denn es war in der Nacht, in der ich wahrlich erwachte. Mein Bett war ein Haufen Holzscheite hinter der Fassbinderei in der ich vor langer Zeit gearbeitet hatte. Mein Dach war ein kleiner \u00dcberhang unter dem ich mich gelegt hatte. Die Nacht war kalt und ich war durchgefroren, obwohl ich paradoxerweise von Licht und W\u00e4rme getr\u00e4umt hatte. Sie werden sagen, dass die Vision einen Effekt auf mich hatte, den ich mir nur einbilde. So mag es sein, um den Willen derer, die diesen Effekt verstehen und f\u00fcr sich selbst nutzen und f\u00fcr die ich dies schreibe. Es war dieser Traum der mich glauben, nein wissen lie\u00df, dass zwei Herzen in mir schlagen und es war mein besseres Selbst, dass mir die Unterst\u00fctzung gab, f\u00fcr die ich so lange in Schmerz gebettelt hatte.<\/p>\n<p align=\"justify\">Wichtig ist, dass es nicht der Traum war, der mich beeinflusste, sondern der Eindruck den der Traum bei mir hinterlie\u00df und dieser Eindruck war es, der meine Ver\u00e4nderung bewirkte.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nachdem ich eine Weile durch den Wind und Schnee gelaufen war, sah ich in ein Fenster und sah dieses andere Wesen. Er hatte rosige, gesunde Wangen, vor ihm im Kamin prasselte ein Feuer, seine Erscheinung spiegelte wieder, dass er sich der eigenen Kraft und St\u00e4rke voll bewusst war. Er war k\u00f6rperlich und mental muskul\u00e4r. Ich klopfte zaghaft an die T\u00fcr und mit einem Wink bat er mich herein. Er machte keinen unfreundlichen Eindruck, als er auf den Sessel am Feuer wies, aber er sagte kein Wort. Und als ich mich aufgew\u00e4rmt hatte, verlie\u00df ich das Haus und begab mich wieder in den Schnee, belastet von der Scham, die der Unterschied zwischen uns beiden in mir hervorrief. Da erwachte ich. Und nun beginnt der seltsame Teil meiner Geschichte, denn, als ich erwachte, war ich nicht allein. Da war eine Gegenwart bei mir, eine Pr\u00e4senz, unsichtbar f\u00fcr andere, wie ich sp\u00e4ter feststellen sollte, umso realer f\u00fcr mich.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Pr\u00e4senz war wie, ja fast ein Teil von mir, und dennoch so anders. Die Augenbrauen, wie meine, aber dennoch irgendwie runder und voller. Die Augen klar, direkt, erf\u00fcllt mit Zuversicht, gl\u00fchend vor Enthusiasmus und Motivation. Die Lippen, das Kinn, die ganze Erscheinung der Figur war dominant und bestimmend. Er war ruhig, standfest und selbstsicher. Ich kauerte mich zusammen, Angst durchflutete meinen K\u00f6rper und meinen Geist. Als die Pr\u00e4senz aufstand und wegging, folgte ich ihr. Den ganzen Tag habe ich sie nicht aus den Augen gelassen, auch, wenn sie von Zeit zu Zeit hinter einer T\u00fcr verschwand, wo ich mich nie getraut h\u00e4tte einzutreten. An solchen Pl\u00e4tzen wartete ich voller Beklommenheit und Angst bis sie wieder erschien, und wunderte mich die ganze Zeit \u00fcber die K\u00fchnheit dieser Pr\u00e4senz, mir so \u00e4hnlich und dennoch so anders.<\/p>\n<p align=\"justify\">Es schien, als f\u00fchrte mich die Pr\u00e4senz zu Orten und Personen, denen ich lieber aus dem Weg gegangen w\u00e4re. Personen, mit denen ich einst Gesch\u00e4fte gemacht hatte und Orte an denen ich einst arbeitete. Ich folgte ihr den ganzen Tag und am Abend sah ich sie in einem Hotel verschwinden, dass bekannt war f\u00fcr seine Gastfreundschaft und guten Lebensstil. Ich zog mich unter meinen Haufen Holzscheite zur\u00fcck.<\/p>\n<p align=\"justify\">In dieser Nacht tr\u00e4umte ich nicht wieder von meinem besseren Selbst, denn so hatte ich es genannt, aber, als ich erwachte, war es wieder da mit diesen ruhigen L\u00e4cheln im Gesicht, dass man als Verachtung oder Abf\u00e4lligkeit h\u00e4tte deuten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der zweite Tag war nicht anders als der erste. Er ging wieder vor und ich folgte ihm, war aber gezwungen drau\u00dfen zu warten, w\u00e4hrend er die Orte betrat, die zweifelsohne freundlicher gewesen sind, als die Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Es ist die Angst, die eines Menschen Seele vom K\u00f6rper trennt.<\/p>\n<p>Viele Male wollte ich ihn ansprechen, aber mein Hals war wie zugeschn\u00fcrt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Dies geschah viele Tage, der eine folgt dem anderen bis ich aufh\u00f6rte sie zu z\u00e4hlen, aber ich bemerkte, dass die konstante N\u00e4he zu der Pr\u00e4senz einen Effekt auf mich hatte.<\/p>\n<p align=\"justify\">Und eines Nachts, als ich zwischen den Holzscheiten erwachte, begann ich zu reden, wenn auch mit leiser und sch\u00fcchterner Stimme: \u201eWer bist Du?\u201c fragte ich und erschrak beim Klang meiner eigenen Stimme. Die Frage schien meinen Begleiter zu erfreuen und es schien weniger Hohn in seinem L\u00e4cheln zu sein, als er antwortete. \u201eIch bin, was Du bist\u201c, antwortete er. \u201cIch bin der, der Du gewesen bist. Ich bin der, der Du wieder sein k\u00f6nntest. Worauf wartest Du? Ich bin der, der Du warst und den Du versto\u00dfen hast. Ich bin der Mensch, geformt nach dem Abbild Gottes, der einst Deinen K\u00f6rper besa\u00df. Einst habe haben wir ihn gemeinsam bewohnt, nicht in Harmonie, weil das nie sein kann, aber als gemeinsame Nachbarn, die ihn niemals ganz besessen haben. Damals warst Du ein kleines Etwas. Aber du wurdest gierig und so unertr\u00e4glich, dass ich nicht l\u00e4nger mit Dir sein konnte und deshalb verlie\u00df ich Dich. Es gibt einen positiven und einen negativen Teil in jedem Menschen, der geboren wird. Welcher von beiden auch immer besser gepflegt wird, bekommt die Oberhand. Dann ist die andere Seite gen\u00f6tigt aus dem Weg zu gehen, kurzzeitig oder f\u00fcr immer.<\/p>\n<p align=\"justify\">Ich bin der positive Teil Deiner selbst, Du der negative. Ich besitze alle Dinge, Du nichts. Dieser K\u00f6rper, den wir beide bewohnten, ist mein, aber ist unrein und ich werde ihn so nicht wieder in Besitz nehmen. S\u00e4ubere ihn und ich werde es tun.\u201c<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eWarum verfolgst Du mich?\u201c war meine n\u00e4chste Frage. \u201cDu folgst mir, nicht ich Dir. Du kannst ohne mich f\u00fcr eine Weile existieren, aber der Weg f\u00fchrt unweigerlich abw\u00e4rts und endet mit dem Tod. Nun, da sich dein Ende n\u00e4hrt, denkst Du dar\u00fcber nach, ob es nicht klug w\u00e4re, meinen K\u00f6rper zu reinigen und mich einzuladen. Tritt beiseite, aus dem Geist und aus dem Willen, reinige sie von Deiner Existenz nur unter dieser Bedingung werde ich wieder eintreten.\u201c<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eDer Geist hat seine St\u00e4rke verloren, der Wille ist ein schwaches Ding\u201c, sagte ich kleinlaut.\u201c Kannst Du sie reparieren?\u201c<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/?p=153\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-624 alignright\" src=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-150x150.png\" alt=\"MagischeGeschichte01\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-150x150.png 150w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-300x300.png 300w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-1024x1024.png 1024w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-830x830.png 830w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-550x550.png 550w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01-230x230.png 230w, https:\/\/tobi-kurz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/MagischeGeschichte01.png 1134w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\u201eH\u00f6r zu\u201c, sagt die Pr\u00e4senz und beugte sich \u00fcber mich, w\u00e4hrend ich mich weiter zusammenkauerte. \u201cF\u00fcr den positiven Teil eines Menschen ist alles machbar. Die Welt geh\u00f6rt ihm, sie ist sein Eigentum. Er hat keine Angst, f\u00fcrchtet nichts, l\u00e4sst sich durch nichts aufhalten. Er dominiert, er kann nicht abgewiesen werden. Er fragt nicht nach Privilegien, er verlangt sie. Seine Fragen sind Anordnungen, Widerstand flieht, wenn er erscheint. Er tr\u00e4gt Berge ab und ebnet T\u00e4ler ein, sodass er sich immer auf einer geraden Ebene bewegt, wo man kein Stolpern kennt.\u201c Danach schlief ich wieder ein. Als ich erwachte, schien ich in einer anderen Welt zu sein. Die Sonne schien und zum ersten Mal seit langer Zeit nahm ich wahr, dass V\u00f6gel zwitscherten.<\/p>\n<p align=\"justify\">Mein K\u00f6rper, gestern noch ausgelaugt und \u00e4rmlich, war angef\u00fcllt von Tatendrang und Energie. Ich blicke auf den Holzscheite, der so lange mein Nachtlager gewesen war und ich habe mich gefragt, ob ich die letzte Nacht wirklich unter diesem Haufen verbracht habe. Ich erinnerte mich an die Geschehnisse der letzten Nacht und begann nach der Pr\u00e4senz Ausschau zu halten. Ich konnte sie nicht erblicken, aber in einer Ecke neben den Holzscheiten an der Wand erkannte ich eine zusammengefallene Gestalt, leer und mutlos, ohne Kraft und Willen. Sie zitterte, als ich auf mich zuging, ich lachte nur laut und mitleidlos. In diesem Augenblick verstand ich, dass es der negative Teil meines Selbst war, der mich so lange beherrscht hatte. Ich begriff, dass ich nun angef\u00fcllt war von dem positiven Teil.<\/p>\n<p>Ich wollte nur weg, ich hatte keine Zeit zum Philosophieren.<\/p>\n<p align=\"justify\">Es gab zu viel zu tun. Viel zu viel. Seltsam, dass ich vorher nie daran gedacht hatte. Aber gestern war vergangen. Heute war mein Tag und er hatte gerade erst begonnen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Wie es fr\u00fcher meine Gewohnheit war, ging ich zu der Taverne, in der ich fr\u00fcher a\u00df. Ich nickte freundlich, als ich eintrat und l\u00e4chelte, als ich erkannte, dass man meinen Gru\u00df freundlich erwiderte. M\u00e4nner, die mich monatelang ignoriert hatten, zogen den Hut vor mir, w\u00e4hrend ich durch die Taverne ging. Ich ging in den Waschraum und von dort an den Fr\u00fchst\u00fcckstisch. Danach, als ich mich anschickte, die Taverne wieder zu verlassen, hielt ich kurz inne und sagte zu dem Besitzer der Taverne: \u201cIch nehme den selben Raum, indem ich fr\u00fcher wohnte, falls er verf\u00fcgbar ist. Falls nicht, wird es ein anderer tun, bis er wieder frei ist.\u201c<\/p>\n<p align=\"justify\">Dann verlie\u00df ich die Taverne und hastete zu der Fassbinderei. Im Hof stand ein gro\u00dfer Fuhr wagen und einige M\u00e4nner beluden ihn mit F\u00e4ssern zur Verschiffung. Ich stellte keine Fragen und nahm wortlos ein Fass und hob es zu dem Arbeiter, der auf dem Fuhrwerk die F\u00e4sser stapelte. Ein Fass nach dem anderen. Nachdem das erledigt war, ging ich in den Laden. In der Ecke stand eine freie Werkbank. Ich bemerkte, dass sie voll mit Kram lag und wohl nicht benutzt wurde. Ich legte meinen Mantel ab, es war eine der Werkb\u00e4nke, an der ich schon gearbeitet hatte. Ich s\u00e4uberte die Werkbank, nahm Platz und begann Fassbretter zu machen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Ungef\u00e4hr eine Stunde sp\u00e4ter kam der Vorarbeiter in den Laden. Als er mich sah, blieb er vor \u00dcberraschung wie angewurzelt stehen. Neben mir lag bereits ein guter Stapel feinster Fassbretter, denn zu dieser Zeit war ich ein f\u00e4higer Arbeiter. Ich beantwortete seine unausgesprochene Frage: \u201cIch bin wieder da, Sir\u201c.\u00a0 Er nickte, ging nach hinten und blickte die anderen Arbeiter fragend an.<\/p>\n<p align=\"justify\">Hier endet die sechste und letzte Lektion, obwohl noch einiges zu sagen w\u00e4re, denn von diesem Moment an war ich ERFOLGREICH. Es dauerte nicht lange und ich nannte eine kleine Schiffswerft mein eigen und konnte alle weltlichen Vergn\u00fcgen genie\u00dfen, nach denen mir der Sinn stand.<\/p>\n<p align=\"justify\">Ich bitte den Leser dieser Zeilen inst\u00e4ndig, verinnerlichen Sie sich die folgenden Gedanken, denn sie sind die Grundlage eines jeden ERFOLGES.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>WAS IMMER SIE SICH ERSEHNEN, ES GEH\u00d6RT IHNEN. SIE M\u00dcSSEN NICHTS TUN, AUSSER SICH ZU STRECKEN UND DANACH ZU GREIFEN.<\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Verstehen Sie, dass das Bewusstsein der dominanten Kraft in Ihnen im Besitz aller Dinge ist, die man erreichen kann. Haben Sie keine Angst, egal welcher Art, denn Angst ist das Tor zur negativen H\u00e4lfte.<\/p>\n<p align=\"justify\">H\u00f6ren Sie am Tag und in der Nacht auf den positiven Teil, wenn Sie einem Rat folgen, ist alles m\u00f6glich.<\/p>\n<p align=\"justify\">Gehen Sie und tun Sie, was in Ihnen ist. Beachten Sie keine Gesten, die Sie behindern k\u00f6nnte. Fragen Sie niemanden nach der Erlaubnis etwas leisten zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Denn der negative Teil erbittet Gefallen, der positive Teil gew\u00e4hrt sie.<\/p>\n<p>Das Gl\u00fcck liegt zu Ihren F\u00fcssen, mit jedem Schritt, den Sie machen.<\/p>\n<p>Erkennen Sie es, fokussieren Sie es, nehmen Sie es, denn es geh\u00f6rt Ihnen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Strecken Sie sich und greifen Sie das PLUS, dass Sie vielleicht nie genutzt haben, um es f\u00fcr Notf\u00e4lle aufzusparen. TUN Sie es JETZT, denn das Leben ist ein Notfall bis zum Grab.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der positive Teil ist jetzt bei Ihnen, reinigen Sie Ihre Seele, st\u00e4rken Sie Ihren Willen, er wird Besitz ergreifen, er wird Sie lenken. Beginnen Sie jetzt diese wundervolle Reise.<\/p>\n<p align=\"justify\">Seien Sie immer wachsam, welcher Teil Sie auch immer gerade regiert, der andere ist da und wartet nur darauf, das Steuer zu \u00fcbernehmen. Lassen Sie nicht zu, dass negative Gedanken Ihren Kopf betreten, f\u00fcr keinen einzigen Moment.<\/p>\n<p align=\"justify\">Meine Aufgabe ist getan. Ich habe das Rezept f\u00fcr grenzenlosen ERFOLG aufgeschrieben. Wer Ihm folgt, kann nicht versagen.<\/p>\n<p>Sie tragen alles in sich, was notwendig ist. Sie sind unabh\u00e4ngig von \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcssen.<\/p>\n<p>Niemand kann Ihnen nehmen, was schon Ihnen geh\u00f6rt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Herausforderung, dieses Wissen nun auch zu nutzen, hinterlasse ich den nachfolgenden Generationen in der Hoffnung, dass diese Zeilen ein Schicksal zum Besseren wenden k\u00f6nnen, weil Sie erkennen, dass Sie alles in sich tragen, was es braucht.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em><strong>von einem unbekannten Autor<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich sa\u00df allein in einem Cafe und streckte mich gerade nach dem Zucker, um etwas davon in meinen Kaffee zu streuen. 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